Russell, das schlaflose Schaf

Das LESEWEIS®-Tier des Jahres  … scheint prädestiniert für den Schlaf

Reimt sich ja auch wunderbar: Schaf – Schlaf. Und wer hat nicht schon mal, den müßigen Rat bekommen, Schäfchen zu zählen, um besser einschlafen zu können? Bei mir funktioniert das gar nicht. Aber der friedlichste Klang, den ich kenne, sind auf dem Deich malmende Schafe in der Sommersonne. Die wolligen, grasenden Tiere, die wie Wolken auf dem kleinen Stück Welt verteilt sind, strahlen einen Frieden aus, für den Menschen nur beten können. 

Natürlich gibt es massenweise Einschlafbücher mit Schafhelden. Masse ist nichts für uns. Hingegen Russell schon, das liebenswert-komischste schlaflose Schaf, das mir bislang im Bilderbuch begegnet ist. Er hat Klasse. Verspielt, naseweis und viel zu wach, um wie die anderen aus seiner Herde abends einfach einzuschlafen. Dabei gibt er sich ehrlich Mühe. Und das macht solchen Spaß anzuschauen: Kleinen wie Großen. Denn man erkennt so vieles wieder. All die vergeblichen Versuche, sich anders zu positionieren, das richtige Maß an Dunkelheit und Helligkeit oder an Wärme und Kühle zu finden, um endlich friedlich einzunicken. Viel gibt es in den blau-verträumten Bildern zu entdecken zum Thema: Wie bekommt ein Schaf eine Mütze voll Schlaf? Und viel zu lachen gibt es obendrein. Es dauert, bis die Augen endlich schwerer werden. Nicht nur Russells, der tief und friedlich einschläft, als die anderen Schafe anfangen ihr Morgenprogramm zu absolvieren. Er hat es so verdient! Zauberhaft. 🙂

 

Rob Scotton:

RUSSEL, DAS SCHLAFLOSE SCHAF.

Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Sylvia Tress.

Esslinger. #_ISBN_978_3_480_23242_0.

Fester Einband, 40 Seiten

Ab 3 Jahren.

12,99 €

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