Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt

Großartiger Kinderroman mit dem Zeug zum Klassiker. Gewitzt — Spannend — Empathisch. Wir küren zum LESEWEIS®-Kinderzimmerschatz! Ab 10 Jahren.

Die Geschichte des Jungen Archer Helmsley liest sich, als hätte Roald Dahl einen Harry Potter geschrieben. Leseweise Leser*innen wissen natürlich genau, was ich damit meine: Originelle Erzählweise verbunden mit großangelegtem Abenteuer, bei dem einem die jungen Helden schnell ans Herz wachsen, so skurril ihre Geschichte auch sein mag. Ich hätte nicht gedacht, welch außerordentliches Lesevergnügen mir diese beiden Bücher (es handelt sich um eine Dilogie) machen würden. Doch diese Geschichte ist einzigartig. Meisterlich mit einer Stimme erzählt, die noch lange charmant im Ohr nachklingt. Ungewöhnliche Ereignisse überschlagen sich und bleiben doch so sehr am Boden des Möglichen, dass man schier nicht aufhören kann zu lesen. So weit! So nah! Eben.

Die Hauptfigur und ihre beiden besten Freunde wachsen einem so sehr ans Herz, dass für Mitgefühl, Mitleiden und Mitfreude ausreichend gesorgt ist. Zudem sind die Seiten geheimnisdurchwoben. All das, was wir Leser uns von einem Abenteuerroman wünschen. LESEWEIS® kürt den Zweiteiler von Nicholas Gannon zum Kinderzimmerschatz für Kinder ab 10, weil er das Potential hat junge Menschen zu begeisterten Lesern zu machen und die Erwachsenen gleich noch mit anzustecken. 

„Genial erdacht und opulent illustriert“ (Coppenrath)

Was soll man auch anderes erwarten, wenn die eigenen Großeltern berühmte, ja waghalsige Forscher waren, von denen noch immer die ganze Welt spricht, obwohl sie derzeit als verschollen gelten. Archer jedenfalls glaubt fest daran, dass sie eines Tages zurückkehren werden und obwohl seine Eltern ihn von der Außenwelt fernhalten, so sehr das nur in ihrer Macht steht, plant der junge Tagträumer aktiv sein erstes großes Abenteuer. Zum Glück wohnt im Nachbarhaus der gleichaltrige Oliver, den Archer heimlich auf dem Dach trifft. Und gegenüber die kluge Adélaïde, das Mädchen mit dem Holzbein, das plötzlich aus Frankreich in Archers Nachbarschaft aufgetaucht ist. Mit einem Team sollte das Abenteuer endlich beginnen können. Als dann auch noch ein einäugiger Kapitän an der Haustür auftaucht, und es schafft, Archer wenigstens einen Teil der Reiseaufzeichnungen seiner Großeltern zuzustecken, bevor Archers Mutter auch diese alle verschwinden lässt, ist klar, dass die Kinder wirklich einem Komplott auf der Spur sind. Doch wie kommt man zu einem Eisberg am Nordpol, wohin zunächst alle Spuren weisen?

Selbst als Archers Großeltern nach Rosewood zurückkehren, wird klar, dass die Geschichte noch lange nicht zuende ist. Die feine Entdeckergesellschaft scheint nicht mehr so vertrauensvoll wie sie mal war. Hier geht Übles vor, das Archers Großeltern und die Kinder selbst langsam aber sicher in Gefahr bringt. Auch der zweite Teil der Geschichte hält die Leser in Atem und ist einfach zauberhafter Lesestoff. Ich hätte nichts dagegen, wenn sich dieser Zweiteiler am Ende doch als Mehrteiler entpuppt…

Nicholas Gannon: 

DIE HÖCHST WUNDERSAME REISE ZUM ENDE DER WELT

und

DIE HÖCHST EIGENARTIGE VERSCHWÖRUNG VON BARROWS BAY

Beide mit fantastischen farbigen Bildern des Autors selbst, aus dem amerikanischen Englisch von Harriet Fricke.

Coppenrath 2016 und 2017.

ISBN: 978-3-649-61942-0 (Bd. 1)

ISBN: 978-3-649-61943-0 (Bd. 7)

Ab 10